Ich bin urlaubsreif …

Endless Vacation

… oder ist dieser Satz vielleicht ein Hinweis auf fehlende Neugier in unserem Alltag? Jede inspirierende Situation ist für mich wie eine Marmorstatue und jedes gute Gespräch so fein wie Sandstrand. Kann die Lust, unterwegs zu sein, nicht auch im jetzt und hier möglich sein? Professor Valentin Groebner spricht in diesem Zusammenhang bereits vom Ende der „Endless Vacation“. In diesem Sinne wünsche ich eine schöne Urlaubszeit.

SIPOC Analyse in KMU.

Organisationsentwicklung ist die Suche nach dem richtigen Hebel.

Organisationsentwicklung in KMUs ist eine permanente Aufgabe. Das zeigt sich sowohl in guten und erst recht in schlechten Zeiten.

Peter F. Drucker beschreibt Organisationen über die geometrische Figur eines Punktes. In einer dauerhaften und arbeitsteiligen Beziehung mit Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern und anderen Stakeholdern kann ein gewinnorientiertes und erfolgreiches Unternehmen im Markt entstehen.

Damit sich Unternehmen gut und schnell im Markt bewegen und anpassen können, werden in Organisationsentwicklungsprojekten die notwendigen Anpassungen der Auf- und Ablauforganisation vorgenommen. Dies erfolgt in Form einer Prozessanalyse. Es existieren unterschiedliche Modelle. Bei der Auswahl sollte auf eine einfache Anwendbarkeit und schnelles Umsetzung geachtet werden.

Das SIPOC-Model eignet sich hierfür sehr gut. Diese Modelle haben ihren Vorteil in einer einfachen Handhabung. In Workshops können diese Modelle mit Moderationskarten an einer Metaplanwand oder mit PostIts an Wänden einfach erstellt werden.

Bei der Entscheidung für die passenden Modelle, ist auf eine leichte Vermittlung und schnelle Anwendbarkeit durch die Workshop Teilnehmer zu achten. Die Anwendung der passenden Methoden wählt die richtigen Hebel für gute Organisationsentwicklungen in KMUs.

Das Ziele einer Organisationsentwicklung ist es, aus einem nüchternen Punkt ein erfolgreiches Unternehmen im Markt zu gestalten. Die SIPOC-Analyse kann hierbei ein hilfreiches Instrument sein.

Die 4 wichtigsten Handlungsfelder für erfolgreiche Teamarbeit in Nonprofit Organisationen

Am 18. Februar 2020 habe ich auf dem Norddeutschen Fundraisingtag meinen Vortrag Ein Kessel Buntes: Teamentwicklung in einer gemeinnützigen Organisation gehalten.

Insgesamt kamen 12 Teilnehmer aus unterschiedlichen Nonprofit Organisationen in den Workshop.

Die Teilnehmer formulierten als erstes ihre wichtigsten drei kritischen Teamannahmen mit der Teamkarte. Die Teilnehmer sollten beschreiben, in welchen Teams sie vorhandene Probleme feststellen und woran sie dies bemerken.

Als zweites wurden einzelne Probleme durch eine Einschätzung hinsichtlich der folgenden Aspekte ergänzt:

  • Veränderungsbereitschaft, der
  • Kooperation und Zusammenarbeit sowie der
  • Kommunikation und der Konfliktklärung

Kritische Teamannahmen schnell und leicht beschreiben

Die unterschiedlichen Größen der Symbole beschreiben hierbei das jeweilige Niveau des beobachteten Merkmals von gering, mittel bis groß.

Kritische Teamannahmen
Kritische Teamannahmen

Nach einer Sammlung haben wir die kritischen Teamannahmen übergeordneten Themen zugeordnet. Hierbei zeigte sich, dass auch in NPOs die üblichen Problemfelder der Teamarbeit vorhanden sind.

Kommunikation & Information

  • Weitergabe von Information
  • Erwartungen und Ziele. Jeder will etwas anderes: jeder macht sein Ding. Kommunikation wird abgeblockt.
  • Information Kommunikation: Keine Antworten auf Emails; keine Abstimmungen o.ä.
  • Wissens Management: unkoordinierte Vorstands Arbeit
  • Fehlende Transparent

Vertrauen & Offenheit

  • Mut, Kritik zu äußern: unterschwellige Aussagen
  • Dominante Persönlichkeiten: Balance geht verloren
  • Keine Offenheit und starre Haltung
  • Fehlende Offenheit für Schwächen: Kritik unter der Decke; wenig Harmonie; kein Vertrauen
  • Mitarbeiter haben feste und schwierige Standpunkte
  • Sich gegenseitig nicht richtig zuhören / verstehen; Nicht konkret nachfragen; Generationskonflikt

Konflikte & Veränderungsbereitschaft

  • Ansprechen von Konflikten und Problemen: Kritik wird nicht ernst genommen; man wird als Störer bezeichnet
  • Veränderungen: Widerstände „wir haben das immer so gemacht“
  • Leistungs- und Einsatzbereitschaft: weil es zu Lasten der Organisation gehen könnte
  • Veränderungsbereitschaft: vorstand- und Nachwuchsgewinnung ist gleich null
  • Änderung von tradierten Abläufen
  • Umsetzung von Spender-Partizipation und der Umsetzung des „We are all Fundraiser“-Gefühl: weil wir nur erfolgreich sind, wenn alle Fundraising in ihren Projekten mitdenken

Prozesse & Schnittstellen

  • Workload und Schnittstellen: unklaren Übergabeprozess; angespannte Reaktion auf konstruktive Kritik
  • Schnittstelle FE und BE: Spendenquittung zu spät; Abrechnung jetzt machen – wer wann Hol- oder Bringschuld; Automatisierung; Tätigkeit Erfolg zu spät
  • Wenig Kooperation: Arbeit gegeneinander; Profilierung; ziehen nicht an einem Strang
  • Verständnis für den anderen Arbeitsbereich
  • Abgrenzung der Arbeitsbereiche: Aufgaben dauern länger als nötige bzw. unerledigt bleiben.

Kundenzentrierte Teamentwicklung kann kritische Teamannahmen lösen

In der anschließenden Diskussion konnten wir einzelne Themenfelder innerhalb der kundenzentrierten Teamentwicklung vertiefen. Bei dieser Form der Teamentwicklung wechselt das Team in die Außenperspektive und integriert die Kundensichtweise (Klienten) in die Teamarbeit.

Damit vermeidet das Team die übliche „Nabelschau“ und legt seinen Fokus nicht zu sehr auf die Innenperspektive. Durch die Fokussierung auf den Kunden wird der Blick von den eigenen Konflikten verlagert und in eine positive Richtung hin zu den Pain-Points der Kunden gerichtet.

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“Die wichtigste Brücke führt zum Nutzer…”

Kundenzentrierte Teamentwicklung

„Die wichtigste Brücke führt zum Nutzer. Was wie selbstverständlich klingt, ist es aber in der Praxis keineswegs. Die Nutzerorientierung steht oft gerade nicht im Mittelpunkt. Wer von Patenten ausgeht und deren Verwertung anstrebt, orientiert sich an Technologie. »Wir haben eine Lösung, wo ist das Problem dafür?« Die Technologie, das Patent, scheinen das Wertvolle zu sein, sie sind der Ausgangspunkt.“

Günter Faltin: Wir sind das Kapital

Nutzerorientierung sollte im Mittelpunkt stehen, dabei hilft kundenzentrierte Teamentwicklung.